Kofola, Zimbal und weiße Hörnchen

In welchem Zusammenhang stehen diese drei Dinge wohl miteinander? Nun, allgemein zu finden in Tschechien, im Speziellen gefunden in Sumperk. In diese mährische Stadt verschlug es uns, das Folkloretanzensemble „Thea Maass” der TU Dresden, kurz TUTE, diesen Sommer nämlich zum Internationalen Folklorefestival. Voller Erwartung und Hoffnung brach unsere Gruppe zum alljährlichen tänzerischen Austausch vom 12. bis 17. August auf.

Tänzerinnen und Tänzer in Sumperk
 verwöhnt von den Festivalerfahrungen der letzten Jahre in Katowice und Poznan war bereits die Ankunft enttäuschend unorganisiert. Der Eindruck änderte sich leider kaum während des Aufenthaltes. Neben verschiedenen Auftritten und Festumzügen in Sumperk war der tänzerische Höhepunkt dieser Woche allerdings in einem dem Ensemble mittlerweile recht vertrauten Land zu finden – in Polen! Nichtsdestotrotz zeigte sich das tschechische Publikum begeistert und beeindruckt von der Leistung unseres Ensembles und honorierte die Arbeit mit viel und anhaltendem Applaus. Aufgrund der recht dünn gesäten Auftrittsmöglichkeiten hatten wir genügend Zeit, uns mit den Gepflogenheiten Tschechiens vertraut zu machen, sei es kulinarisch oder kulturell. So entwickelte mancher Tänzer eine Vorliebe für Kofola, das tschechische Pendant zur Coca Cola, ein anderer wiederum fand Gefallen am weißen Milchgebäck unseres Nachbarlandes. Einstimmig wurde die traditionelle Musik um und mit dem Zimbal (ein Musikinstrument, das mit Schlägeln gespielt wird) zum „Stimmungsmacher” erkoren. 
Da ein Austausch mit den Tänzerinnen und Tänzern der anderen Nationen wie Mexiko, Slowakei, Südkorea, Taiwan oder Russland leider kaum stattfand bzw. stattfinden konnte aufgrund der Organisation des Festivals, entwickelte sich innerhalb des TUTE eine starke Gruppendynamik, uns allen viel Freude und Spaß brachte. Ob beim gemeinsamen Singen und Musizieren während der Busfahrten, Spielen im Wohnheim oder bei Ausflügen … die Stimmung war heiter und ausgelassen!

Durch diese fröhliche Atmosphäre im Ensemble wurde der Gesamteindruck des diesjährigen Festivals für uns nur wenig getrübt. Glücklich, wieder eine gemeinsame Reise unternommen zu haben, verabschiedeten sich alle Tänzerinnen, Tänzer und Musiker in die Sommerpause mit dem Wunsch und der Hoffnung auf ein anspruchsvolleres Festival im nächsten Jahr.
Wir danken der TU Dresden, der Gesellschaft der Freunde und Förderer der TUD und dem Studentenwerk Dresden für ihre Unterstützung, die es ermöglicht hat, uns intensiv auf das Festival vorzubereiten!

Laura Dittmann

Auf nach Sumperk!



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